Warnenkrieg

Gen Asgard - zogen Irminfrids Erben in jener Nacht
Gefallen - durch die Klingen der Feinde in der Schlacht

Der Frankenschaar zogen Kämpen mit Freiheitsmut entgegen,
um in Wodens Hall über Ehrtod Zeugnis abzulegen.

Gen Asgard - zogen Thüringer Recken in jener Nacht
Gefallen - durch die Schand, die in Torings Weiten ward gebracht

Der Heerruf fordert uns zum Kampf für Vatererben,
Gen Westen geht das Heer im Siegen wie im Sterben.
Das Land wird nun befreit von argem Frankenheer,
Wir kämpfen bis zum letzten Blut mit Schwert und Ger.

Geborsten die Schilde, die Klingen zerschlagen,
das Ende naht;
Kein thüringer Kämpe verließ das Feld
unehrenhaft.

In Toring´s Land ward Fremdes nun gebracht,
doch nie vergessen die Helden jener Schlacht.




Nach Jahren der fränkischen Herrschaft und des andauernden Widerstandes gegen die feindliche Besatzung, machten die Thüringer im Jahr 594 ein letztes Mal mobil. Der sogenannte Warnenaufstand wurde durch die gefestigte fränkische Heerschaft in blutiger Schlacht niedergeschlagen. Dieses fränkische Randgebiet, welches Thüringen blieb, war Jahrhunderte weitgehend selbstbeherrscht. Erkennbar ist dies durch einen Erlass von Karolus (Karl der Große), der den Thüringern ein besonderes Recht zusprach:
„Lex Thuringorum hoc est lex Angliorum Werinorum“ –
„Das Recht der Thüringer ist das Recht der Angeln und der Warnen“.